Wenn der Aberglaube zu Paranoia und Ängsten führt

Was bedeutet Aberglaube? Geht es um Magie, übernatürliche Phänomene und schlechte Omen? Nicht nur, denn das sind nur wenige Themenbereiche, mit denen sich abergläubische Menschen beschäftigen! Während sich einige Menschen für die Glaubensmuster und Rituale des Aberglaubens begeistern können, halten andere nichts davon und bezeichnen den Aberglauben sogar als Humbug oder Paranoia-Mache. In diesem Beitrag untersuchen wir ein paar der bekanntesten Ängste von abergläubischen Menschen.

Die Zahl 13 als Unglückszahl

Mit der Zahl 13 assoziieren viele Menschen eine Unglückszahl. Der Aberglaube an das schlechte Omen dieser Zahl hat sich bei manchen Menschen bereits wie ein Virus in der Welt verbreitet. Die Phobie bezeichnet man auch als Triskaidekaphobie. Die Gemüter dieser Menschen werden schnell entsetzt, wenn sie diese Zahl entdecken, da sie dann das Schlimmste befürchten. Nicht umsonst lassen manche Firmen und Unternehmen die Zahl 13 in ihren Bauplänen verschwinden. In ihren Hotels gibt es z. B. keine Zimmer Nr. 13, beim Bau der Flugzeuge wird die 13. Reihe übersprungen oder es entstehen Hochhäuser und Bauwerke ohne das unglückbringende 13. Stockwerk. Es gibt sogar Pferdeställe, bei denen der 13. Stall durch ein 12A ersetzt wurde.

Wieso wird die Zahl 13 noch gemieden?

  • Die Zahl wird mit dem Teufel assoziiert: Der Dreizehnte
  • Bei den Tarot-Karten steht die Zahl 13 für den Tod

Freitag, der Dreizehnte

Die Angst vor Freitagen, die auf den 13. eines Monats fallen, bezeichnet man als Paraskavedekatriaphobie. Betroffene Phobiker sind davon überzeugt, dass dieser Tag nichts Gutes für die Menschen bedeutet. Mit ihm assozieren Phobiker eine Reihe von Unglücken, die über den Tag verteilt ihr Unheil verrichten können und nicht zu stoppen sind.

Nicht nur Phobiker sind vorsichtiger an diesen Freitagen

Freitag, der 13. wird jedoch nicht nur von Phobikern gefürchtet. Immerhin ist es eher eine Seltenheit, dass ein Freitag auf einen 13. fällt. Das allein sorgt bei manchen Menschen schon für ein mulmiges Gefühl, das zu einer Veränderung der Psyche und zu einer erhöhten Obacht führen kann. Doch wenn man dem Aberglauben Glauben schenkt, dann wird dieser Tag definitiv als Unglückstag betrachtet.

Mindestens 1 Mal im Jahr, wenn der 13. auf einen Freitag fällt, werden viele Menschen vorsichtiger als sonst. Sie ergreifen dann drastische Vorsichtsmaßnahmen, um sich vor einem möglichen Unglück zu schützen. Manche sperren sich in ihren Zimmern ein oder stornieren ihre wichtigen Termine, Reisen und Ausflüge. Andere trauen sich nicht mal mehr aus dem Raum, verwahren scharfe Gegenstände wie Messer, Scheren und Gabeln sicher in ihren Schränken auf, um ja kein Risiko einzugehen.

Mindestens 1 Mal im Jahr,  jedoch höchstens 3 Mal pro Jahr fällt der Freitag auf den 13.

Wussten Sie, dass es bis zu 3 Freitage im Jahr geben kann, die auf den 13. fallen? Das geschieht nämlich genau dann, wenn der 13. Februar auf einen Freitag fällt. Für Phobiker ein wahrer Albtraum!

Wenn die Angst die Wachsamkeit und die Vorsicht steigert

Durch die erhöhte Vorsicht und die steigende Aufmerksamkeit an diesen Freitagen, ist die Anzahl der Unfälle sogar etwas oftmals niedriger wie an anderen Freitagen. Das liegt wohl daran, dass die Menschen an diesen Tagen verstärkt auf ihre Sicherheit achten und vor lauter Furcht auch wachsamer sind. Diese Information liefert uns Wikipedia, wenn wir dort nach Freitag, der 13. suchen.

Schwarze Raben bringen Unglück?

Raben und Krähen gehören zu den intelligentesten Vögeln. Außerdem haben sie im Vergleich zu anderen Vögeln eine außergewöhnlich lange Lebensdauer. Rabentiere, darunter die Kolkraben, können je nach Art und Haltung bis zu 28 Jahre lang leben. Es gibt sogar Raben, unter anderem die Tower-Raben, bei denen die Lebenserwartung bis zu 44 Jahre betrug. Doch was hat es mit den Raben als Unglücks-Symbol auf sich?

Es ist nicht selten, dass man sie in Scharen umherfliegen sieht, während sie lauthals krächzen und dabei eine mysteriöse Atmosphäre schaffen. Fast wirkt es düster, wie in einem schlechten Horror-Film, wenn zahlreiche Rabentiere wie aus dem Nichts am Himmel erscheinen und unheimlich krächzend über die Lüfte gleiten.

Aberglaube oder Wahrheit: Der Rabe als unheilbringendes Tier

Der Aberglaube jedenfalls stellt den intelligenten Raben oft als böses Tier oder schlechtes Omen dar. Diese negative Assoziation des Raben ist womöglich aus dem Mittelalter in unsere Zeit übergeschwappt. Da Raben auch Fleisch fressen, nährten sie sich im Mittelalter wohl teilweise auch von gefallenen Menschen. Da es im Mittelalter nicht unüblich war, zum Tode verurteilte Menschen öffentlich zur Schau zu stellen, waren die Raben oft schnell zur Stelle, um sich von dem Aas zu ernähren.

Man befürchtete somit auch, dass Raben Krankheiten übertrugen, die Pest verbreiteten und eine Prophezeiung für bevorstehendes Unheil und Tod bedeuteten. Daher prägt das Bild heranfliegender Raben die Menschen bis heute noch. Viele befürchten einfach nichts Gutes, wenn plötzlich Raben auftauchen. Es hat sich wohl in das Gehirn der Menschen eingebrannt und wurde nach und nach zum Aberglauben.

Die Gehirnwäsche, die zum negativen Image des Raben führte

Doch damit nicht genug: In Fabeln, Geschichten und Märchen übernehmen Raben auch oft genug die Rollen von negativen Figuren. Sie erscheinen dort z. B. als Menschen, die sich in Raben verwandeln können oder als Wegbegleiter von Hexen und Magiern. Das alles hat zum negativen Bild des Raben geführt, obwohl es sich um ein wunderbares und höchstintelligentes Lebewesen handelt. Schade eigentlich!

Quelle: Wikipedia

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