Internet-Sucht: 5 interessante Entwicklungen der Internet-Nutzung

Die Internet-Sucht ist auch hierzulande ein ernst zu nehmendes Thema geworden. Smartphone-Nutzer aus aller Welt kramen täglich viel zu oft das Handy aus ihren Taschen, um ihre Internet-Sucht zu befriedigen. Es werden Nachrichten auf WhatsApp beantwortet, E-Mails gecheckt, soziale Plattformen besucht oder einfach nur Musiktitel über Streamingdienste angehört. Leider passiert das laut Statistiken viel zu oft. Hinzu kommen noch unzählige Handy-Games, die mit kostenlosen Angeboten locken. Man surft im Internet, gönnt sich hier und da noch online ein paar Einkäufe oder informiert sich über die neuesten News. Das Smartphone und der PC bieten als kompakte Multimedia-Geräte alle Möglichkeiten der modernen Unterhaltung und Kommunikation. Wen wundert es da, dass wir Smartphones oder PCs so oft nutzen? Wir präsentieren Ihnen die 10 verrücktesten Entwicklungen des Internet-Zeitalters.

1. Während der Online-Nutzung wird zu 40 % kommuniziert

Ein breiter Anteil von etwa 40 % wird der Kommunikation zugeschrieben, unabhängig davon, ob man auf dem PC oder auf dem Smartphone online ist. Der Standard-User chattet mit der Partnerin/dem Partner, den Freunden, Familien-Mitgliedern oder Verwandten, macht Termine und Treffen aus oder flirtet eben in zahlreichen Dating-Apps wie z. B. Tinder, Lovoo, Badoo und vielen anderen Apps. Traditionelle Social-Media-Kanäle wie Facebook, Twitter, Google+, Instagram usw. gehören natürlich ebenfalls zum täglichen Brot des Online-Nutzers und erfreuen sich sehr großer Beliebtheit.

Hier eine Übersicht über das mögliche Verhalten des Online-Nutzers in Bezug auf die Nutzung des Internets:

Art der Online-NutzungAnteil der Surfdauer in %
Kommunikation, Social Media usw.ca. 40 %
Unterhaltung, Videos, Filme, Musik usw.ca. 25 %
Spieleca. 20 %
Informations-Beschaffung, News, Shopping usw.ca. 14 %
Sonstigesca. 1 %

Die Tabelle dient lediglich als Einschätzung der Online-Nutzung. Die Werte können variieren.

2. Die Verweildauer im Internet wird immer länger – am Wochenende bis zu 4,5 Stunden pro Tag!

Es ist kaum zu glauben, aber Auswertungen von Studien haben ergeben, dass junge Menschen an normalen Werktagen bis zu 2,6 Stunden im Internet surfen. Bei Kindern mit einem Elternteil ist der Durchschnittswert sogar noch höher: Diese verbringen bis zu 3,4 Stunden pro Werktag im Internet. Das sind alarmierende Zahlen, bei denen sich manch einer die Frage stellt, wieso die Jugendlichen so viel Zeit in das Internet investieren.

Besonders das Wochenende stellt dabei den Höhepunkt des Internetkonsums dar:

Familiäre Verhältnisse des Jugendl.Durchschn. Internet-Nutzung pro Tag am Wochenende
Klassische Familie3,7 Stunden
Mit nur einem Elternteil4,5 Stunden

3. Männliche Jugendliche bevorzugen beim Surfen Online-Games, weibliche Jugendliche kommunizieren überwiegend

Fast die Hälfte der Internet-Zeit (43 %) nutzen männliche, jugendliche Surfer für das Spielen von Online-Games. Nur 22 % der Online-Zeit investieren sie durchschnittlich für Social Media-Kanäle und fürs Chatten. Bei den Mädchen sieht es wiederum anders aus. Bei ihnen überwiegt hauptsächlich die Kommunikation und die Nutzung von sozialen Plattformen, während sie online sind. Für das Zocken von Online-Games nehmen sich die weiblichen Surfer deutlich weniger Zeit, falls sie überhaupt spielen.

Art der Internet-NutzungZeitlicher Anteil der Internet-Nutzung (männlich)Zeitlicher Anteil der Internet-Nutzung (weiblich)
Chatten, Social Media22 %55 %
Zocken von Online-Games43 %12 %
Sonstiges35 %33 %

Die Werte gelten für jugendliche Internetnutzer und können variieren.

4. Aufmerksamkeits- und Likegeilheit spielen eine immer größere Rolle

In sozialen Netzwerken und auch auf Videoplattformen werden täglich Tausende und Millionen von Postings und Videos veröffentlicht und hochgeladen, die nur einen Zweck erfüllen sollen: Likes erzielen und Aufmerksamkeit erregen! Es gibt unzählige Menschen, die es gezielt auf diese zwei Faktoren abgesehen haben. Indirekt wirkt diese Art der Internet-Sucht nämlich wie eine Droge für den User: Bei jedem neuen Like und jedem positiven Kommentar werden Glückshormone ausgeschüttet, die den Benutzer glücklich machen. Um einen möglichst hohen Aha-Effekt bei dem Publikum zu erreichen, werden immer außergewöhnlichere und riskantere Fotos hochgeladen, um mehr Likes zu kassieren.

Für ein spektakuläres Bild nehmen User eine erhöhte Risikobereitschaft in Kauf

Viele der User, die möglichst viel Aufmerksamkeit erregen wollen, sind daher auch bereit, spektakuläre Fotos von sich zu schießen, die beispielsweise an der Spitze eines Hochhauses aufgenommen werden oder bei einer rasanten Fahrt auf dem Motorrad stattfinden. Die Aufnahme der Selfies erfordert eine hohe Risikobereitschaft, die manche User in Kauf nehmen, um ihre Sucht zu befriedigen.

Denn ein Foto auf einem Wolkenkratzer oder in rasanter Geschwindigkeit erhält deutlich mehr Aufmerksamkeit als ein Foto an einem Strand oder in einem Cafe. Leider ist es durch diesen Trend mittlerweile schon oft dazu gekommen, dass Menschen bei den Aufnahmen dieser gefährlichen Selfies durch Unfälle tödlich verunglückt sind. Am häufigsten führt bei einer waghalsigen Aufnahme des Selfies der Sturz aus einer großen Höhe zum Tod des Fotografen. Durch die Ablenkung durch das Smartphone und den Fokus auf das Gerät stolpern viele Menschen auch oder machen Fehler, die dann zum Sturz führen.

Selfies an gefährlichen Orten sind beliebt – mit verheerenden Folgen für die Fotografen

Wenn man im Netz herumstöbert, findet man unendlich viele Selfies. Doch dann gibt es da noch Selfies, die das letzte Foto der jeweiligen Person darstellen, bevor diese durch einen Sturz in einen tödlichen Unfall verwickelt wurde. Die Vorstellung allein ist grauenhaft und daher sollten Sie es definitiv nicht in Erwägung ziehen, diese Situationen nachzuahmen. Im Jahr 2015 sind mehr Menschen bei der Aufnahme an Selfies gestorben als es bei Haiattacken der Fall war.

Beliebt sind besonders gefährliche und kuriose Selfies:

  • auf hohen Plattformen
  • auf Wolkenkratzern
  • auf Hochhäusern
  • auf fahrenden Motorrädern und Fahrrädern
  • auf den Gleisen
  • beim Posieren mit einer Schusswaffe in der Hand
  • auf Klippen usw.
  • bei der Flucht vor Stieren (Stierlauf)

Hinweis: Bitte nicht nachmachen!

5. Die Zahl der Online-Käufe steigt immer weiter an!

Immer mehr Menschen entscheiden sich für einen bequemen Einkauf im Internet. Und das sogar bis zu 20 Mal und mehr im Jahr. Wer kann es uns auch verdenken? Immerhin hat es uns das Internet über die Jahre auch immer einfacher gemacht, was die Bezahlung angeht. Mit unzähligen Bezahlungsoptionen wie z. B. PayPal, Lastschrift, Sofortüberweisungen, Kreditkartenbezahlungen und Gutscheinen usw. ist man nur wenige Schritte bzw. Klicks vom Abschluss des Kaufes entfernt.

Der Artikel wird sofort bezahlt, sodass man sich entspannt zurücklehnen kann, bis das heißersehnte Paket 1-2 Tage später in Empfang genommen wird. Während in Deutschland 2013 noch ca. 7 Mio. Menschen 10 oder mehr Einkäufe (bis max. 19 Einkäufe) pro Jahr über das Internet bestellten, sind es im Jahr 2016 bereits über 10 Mio. Menschen, die so häufig im Internet zuschlagen. Das wäre immerhin fast jeder 8. im Lande, der im Monatstakt durchschnittlich 1-2 Bestellungen auslöst. Das macht sich natürlich auch bei den Paketmengen der Zusteller bemerkbar, die immer mehr Pakete durch die Straßen schleppen müssen! Großen Respekt daher an die Zusteller, die täglich gegen die Flut der Paketwellen ankämpfen!

Online-Käufe pro Kopf und Jahr (BRD)Zuwachs der Online-Shopper in % im Vergleich von 2013 zu 2016
5 oder mehr+8,98
10 oder mehr+44,68
20 oder mehr+52,79

Die Tabelle dient zur Veranschaulichung der kontinuierlich ansteigenden Online-Käufe. Die Werte können variieren.

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