Depressionen erkennen: 5 Depressions-Typen

Depressionen können mehrere Hintergründe und Ursachen haben. Dazu gehören unter anderem negative Veränderungen im Leben, der Verlust einer geliebten Person oder eine allgemeine Unzufriedenheit mit der momentanen Lebenssituation. Um Menschen, die unter Depressionen leiden, frühzeitig helfen zu können, bedarf es einer erhöhten Aufmerksamkeit. Aufgrund der veränderten Einstellung und Lebensweise von depressiven Menschen, sollte man gut beobachten und zuhören können, um einen unter Depressionen leidenden Menschen zu erkennen. So kann man ihm Ratschläge geben und ihn zu einer Teilnahme an einer Therapie ermutigen. Wir stellen Ihnen in diesem Artikel verschiedene Depressions-Typen vor.

Depressionen erkennen – 5 Depressions-Typen

Der Schlaflose

Wenn der Schlaf-Rhythmus des Betroffenen verändert ist und auf Dauer ein erholsamer Schlaf nicht mehr möglich ist, dann kann dies ein Anzeichen für eine Depression sein. Der Schlaflose erholt sich nachts nicht mehr ausreichend, da er mit seinen Gedanken wo anders ist. Er sorgt sich möglicherweise um seine Zukunft, denkt an die auswegslose Situation, in der er sich befindet und findet deshalb nachts keine Ruhe. Seine Gedanken kreisen um die Probleme, die ihn beschäftigen. Befinden sich Menschen unter Ihnen, die monatelang über schlechten Schlaf oder Schlaflosigkeit klagen, dann könnten Depressionen die Ursache dafür sein.

Der Appetitlose

Ein gesunder Appetit ist ein Indikator für Vitalität und Wohlbefinden einer glücklichen Person. Fehlt der Appetit jedoch auf Dauer, dann kann es sich um eine mögliche Depression handeln. Der Appetitlose verspürt in diesem Fall keinen natürlichen Hunger oder verweigert das Essen. Dadurch fehlen ihm die nötigen Kohlenhydrate, Eiweiße und Nährstoffe. Das führt dazu, dass zu wenig Serotonin im Gehirn gebildet wird, sodass der Bedarf an Glückshormonen unterschritten wird. Dadurch ist die Laune gedämpft und die Denkleistung eingeschränkt. Man kann es als Teufelskreis bezeichnen, da durch die verweigerte, fehlende Zufuhr von Serotoninen die Leistungsfähigkeit und die allgemeine Laune permanent negativ beeinflusst werden.

Der Pessimist

Der Pessimist hat viele schlechte Erfahrungen in seinem Leben gemacht, bevor er zu diesem wurde. Aufgrund negativer Veränderungen in seinem Leben (z. B. Enttäuschungen, Verrat, Trennungen usw.) hat er ein verändertes Weltbild, das sich täglich auf seinen Alltag auswirkt. Für ihn ist es schwieriger geworden, Glück und Euphorie für etwas zu entwickeln, da er sich durch Erfahrungswerte im Nachhinein immer wieder schlecht gefühlt hat.

Daher distanziert sich der Pessimist auch von positiven Entwicklungen und sieht von vornherein immer zuerst das Schlechte an einer Sache. Ein Pessimist bereitet sich mit seinem Pessimismus indirekt auf das Schlimmste vor und sieht dabei das Gute nicht mehr. Das dämpft jedoch die Leistungsfähigkeit und den Antrieb. Versuchen Sie einen Pessimisten davon zu überzeugen, dass eine positive Einstellung auch zum Erfolgsfaktor gehört. Überzeugen Sie ihn, eine Therapie anzustreben, falls dieser den Sinn für das Positive vollständig verloren hat.

Der Melancholische

Zu emotionale Menschen, die von ihren Gefühlen regelrecht überwältigt werden, neigen dazu, zu lange an diesen Emotionen festzuhalten und sich davon beeinflussen zu lassen. Das führt dazu, dass sie sich nicht mehr auf die alltäglichen Sachen konzentrieren. Gelegentlich ist das Traurigsein ein wichtiger Schritt in der Persönlichkeitsfindung und -entwicklung, jedoch kann Melancholie auf Dauer auch schädlich sein. Zu viel Gedanken führen nämlich zum permanenten Hinterfragen aller Vorgänge des Alltags. Da viele Entwicklungen jedoch unabänderlich sind, ist es wichtig, dass ein melancholischer Mensch lernt, Abschiede, Verluste oder traurige Gedanken hinzunehmen und sie zu verarbeiten. Ansonsten kann Melancholie zu Depressionen führen.

Der Antriebslose

Der Antriebslose macht sich durch einen dauerhaft geschwächten, erschöpften Zustand bemerkbar. Ihm oder ihr fehlt die nötige Energie, um den Alltag erfolgreich hinter sich zu bringen. Einfachste Aufgaben wie das morgendliche Aufstehen, das Zubereiten von Mahlzeiten oder der Weg zur Arbeit fallen bereits schwer. Vor allem werden die Tätigkeiten auch langsamer ausgeübt, da sie durch fehlende Energie einfach mehr Kraft kosten. Zusätzlich begleitet ihn ein ständiges Gefühl der Müdigkeit.

Am liebsten würde die betroffene Person den ganzen Tag schlafen und nur das Nötigste erledigen. Die Arbeit fällt schwer, die Kontakte leiden unter seiner Antriebslosigkeit und auch sonst verspürt der Antriebslose eine fehlende Lebenslust. Das sind alles Anzeichen für mögliche Depressionen. Daher sollte man einem antriebslosen Menschen eine Therapie vorschlagen, wenn sein Zustand keine Änderungen hervorbringt.

Sie kennen eine Person, bei der einer der genannten Fälle zutrifft? Dann könnte ein erster Test Aufschluss darüber geben, ob eine beginnende Depression vorliegt:

Selbst-Test: Bin ich depressiv?

Dieses Beitrags-Bild unterliegt der Creative Commons Zero (CC0) Lizenz: GabrieleLeonardy/pixabay

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